Dienstag, 25. Oktober 2016

Die Welt ist so steil


Da einige Komplikationen bei der Übertragungen der Fotos von meiner Kamera auf mein Tablet herrschen, kann ich hier zurzeit keine Fotos hinterlassen, obwohl ich es gerne würde.

Zurzeit sind wir in Arambol, das liegt im Staat Goa an der Westküste Indiens. Hier sind meist ca 32 Grad und die Luft ist durch das Meer sehr feucht. Unser Ferienhaus liegt in einer Felsklippe gebettet, direkt am Meer. Sobald ein Tag ohne die volle Sonne vergeht, trocknen unsere Kleider schlecht, und die Stühle auf unserer Terrasse sind feucht, als seien sie allzeit mit Tau bedeckt.
Häufig wache ich morgens auf, wenn die Sonne den Horizont küsst. Dann kletterte ich die Klippe hinab, meine Füße tragen mich wie von selbst zum Meer und wenn ich in die kühlen Wellen des arabischen Meeres ein tauche, beginnt für mich der Tag.
Gestern war ich im Jungel wandern, immer steil den Berg hinauf, bis zu einem Plateau. Es tut sich beinahe ganz unerwartet vor einem auf, nur die umherspringenen Affen verraten einem, das sich das Gelände verändern wird.  Alles was ich vor mir erblicke, ist unendliches Grün.
Heute werden Ansgar und ich mit dem Mopt nach Mapusa fahren. Mapusa ist hier eine der nächst größten Städte um Arambol. Ansgars Brille wurde dort bei einem Optiker repariert, und so können wir die Abholung der Brille gleich mit einer Erkundungstour der Umgebung verbinden.
Janina, eine weitere Mitreisende (unsere Gruppe ist mittlerweile fünf Mann stark), hatte letzte Woche einen Mopetunfall und erlitt ein paar Schürfwunden und einen ziemlich ledierten Fuß. Da unser ursprüngliche Plan uns diese Tage weiter nach Hampie führen sollte, werden wir jetzt wohl den Plan verändern und länger in Arambol bleiben, denn Janina kann zurzeit nicht laufen.



Mittwoch, 12. Oktober 2016

One

Delhi


"Bevor wir jedoch das Wagnis nicht eingegangen sind, können wir nicht wissen, wieviel von jener Unabhängigkeit in uns steckt. Sie ist es, die uns über Gletscher und durch reißende Ströme zwingt, die uns die gefährlichsten Gipfel erklimmen lässt, und mag es uns auch noch so unvernünftig erscheinen.



-John Murtain, The Mountains of California-


Als ich am 06.10 gegen 9:30 Uhr in Delhi aus dem Flugzeug stieg, war es bereits heiß und furchtbar stickig. Ein wenig wie in einem stark beheiztem Schwimmbad. Im Flugzeug wurde mein Name durchgesagt, und etwas mit dort bleiben. Der indische Dialekt war stark, und ich verstand nur die Hälfte. Also blieb ich dort, aber keiner von dem dortigen Personalwesen wusste etwas. An der Kofferausgabe erfuhr ich es dann... Mein Rucksack flog mit dem nächsten Flug von Dubai nach Delhi, und sollte gegen 19 Uhr da sein. Alles klar, ganz große Klasse. Ich konnte nur hoffe, dass der Rucksack nicht schon auf dem Weg nach Afrika oder China oder sonst wohin war.Das konnte dann das gute Essen und die Freigetränke bei Emirates auch nicht mehr Wett machen. Nach einem langen Prozedere war alles geklärt, ich traf Johanna und Nilo wie geplant und es ging nurch Delhi zu unserer Unterkunft.
Delhi verdient das Wort krass!
Es ist laut, dreckig und wuselig. Überall sind Menschen die etwas rufen oder irgentwo hin gelangen möchten. Auf den Straßen hupt jeder, der überholen möchte. Das ist so ziemlich jeder, den schneller geht immer. Nicht nur in Deutschland. Durch all den Verkehr ist die Luft sehr schlecht, dazu sind die Kanalisationen häufig offen, und es riecht furchtbar.

Viele winkten uns, manchmal schüchtern, manchmal beinahe peinlich, so offensichtlich. Kinder, Frauen, Männer, für alle waren wir ein Exoticum.
Auf dem Weg zu unserem Appartement kauften wir noch Wasser.
1L Trinkwasser = 20 Rupies (0,27€)
Nilo zahlte, aber der Verkäufer hatte "leider" keine 5 Rupie Stücke, und wollten uns dafür noch etwas anderes verkaufen. Nach längerem falschen, hatte er dann doch 5 Rupie Stücke.
"Für 5 Rupie würden manche hier ihre Mutter verkaufen..." war Nilos schmunzelnde Antwort zu uns, als wir unseren Weg fort setzten (5 Rupie sind 0,07€).
Unser erstes Appartement war für Indien teuer und wir bekamen einen zweiten Eindruck, von den Preisen Indiens.Es kostete 6€ p.P., mit Klimaanlage und WiFi, außerdem war alles sauber uns es gab keinen Schimmel und eine richtige Dusche. Etwas das hier nicht selbstverständlich ist.
Wir schliefen und hofften darauf, dass mein Rucksack nicht verloren gegangen war. Innerlich waren wir noch nicht in Indien angekommen.



Hier gibt es weniger Autos, dafuer umso mehr Mopets und Motorraeder.